Was wurde aus...
...Chandris ?
Die griechische Reederei, deren Flagschiff die Australis lange Zeit war, orientierte sich in den 80er Jahren, nachdem der Liniendienst unrentabel wurde, neu und konzentrierte sich in ihrer Passagiersparte auf das Kreuzfahrtgeschäft. Dafür wurden die "Fantasy Cruises" aufgebaut. In den 90ern lief dieses Projekt aus und Chandris setzte auf seine 1989 gegründete Marke "Celebrity Cruises", die bis heute existiert. Seit einigen Jahren ist Chandris allerdings nur noch Minderheitseigner, da die Celebrity Cruises von Royal Caribbean International übernommen und die Geschäftsbereiche der beiden Unternehmen miteinander verschmolzen wurden.
Die Celebrity Cruises tragen weiterhin als Markenzeichen das markante Chandris X. Die Flotte besteht aus derzeit 10 modernen Schiffen.

Es existiert heute auch noch eine Handelsschiffsparte von Chandris, deren Tanker Namen von ehemaligen Passagierschiffen tragen. Unter ihnen auch ein Öltanker namens Australis.

...den United States Lines?

Nachdem 1969 das letzte Passagierschiff, die ss United States, stillgelegt wurde, konzentrierte sich die Reederei auf den Containertransport. Ein zu gewagter Expansionskurs führte 1986 zum Bankrott und 1992 hörten die USL nach Abwicklung und Gerichtsprozessen formal auf zu existieren.
... der großen Schwester der America, der United States?

1969, nur fünf Jahre nach dem Verkauf der America an die Chandris Reederei, wurde die United States von der USL nach nur 17 Jahren Betrieb außer Dienst gestellt. Im Gegensatz zur America war ihr keine zweite Karriere vergönnt und sie transportierte seit dem nie wieder Passagiere. Anfang der achtziger wurde ihre Inneneinrichtung auf einer Auktion versteigert, Anfang der 90er wurde das Schiff in der Ukraine entkernt und von Asbest befreit.
Trotz der inzwischen über 40 Jahre außer Dienst hat die United States bis heute überlebt und wartet derzeit in Philadelphia in traurigem Zustand auf eine bessere Zukunft oder das Ende in einer Abwrackwerft.
Celebrity Century in Dubrovnik.
Alte United States Lines Gebäude am Pier 76 in New York.
... der Erbauerwerft der America in Newport News, Virginia?

Die Werft existiert noch heute, wenngleich sich auch ihr Name geändert hat und sie mehrfach verkauft wurde. Sie gehört zu den größten der USA und baut heute wie damals hauptsächlich Flugzeugträger, U-Boote und andere Marinegroßprojekte aber keine Passagierschiffe mehr.
S.S. United States in Philadelphia.
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... der America?

Natürlich ist das Schicksal der America bekannt, aber einmal angenommen das Schiff hätte bis heute überlebt und wäre nachwievor in Betrieb. Wie würde die America wohl aussehen, wenn sie Anfang der 80er wirklich wie zunächst geplant für den amerikanischen Markt renoviert und Umgebaut worden wäre und nach weiteren Umbauten sogar, höchst unrealistisch, bis heute die Weltmeere befahren würde? Hier ein rein fiktionales Bild dieser Utopie.
Die Aufbauten wurden in der Höhe um ein Deck erweitert und achtern verlängert, die Masten fast alle entfernt, einige Balkonkabinen auf den beiden oberen Decks hinzugefügt, die Rettungsboote erneuert und der Schornstein ersetzt. Um das zusätzliche Gewicht auszugleichen, wurde der Rumpf am Heck mit Schwimmtanks ausgerüstet (ähnlich der real existierenden Version des Kreuzfahrtschiffes MS Athena).
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