Kunst an Bord- Seite 7
"Oceans of the world" von Austin Purves Jr.
Diese Flachreliefkarte auf dem achteren Promenadendeckfoyer (Ballsaalfoyer) war 4 x 2 Meter groß. Auf ihr wurde, gesteuert von der Brücke durch einen magnetischen Mechanismus, die aktuelle Schiffsposition auf den 7 Weltmeeren mittels einer Mini-America markiert.

Verbleib: bis 1994 auf dem Schiff erhalten, heute auf Fuerteventura in Privatbesitz.
Es existierten weitere Skulpturen von Austin Purves in verschiedenen Aufenthaltsräumen, deren Verbleib allerdings unklar ist.
"Neptun" von André Durenceau.
Gemälde an Bord der America 1940.
Dieses sechs Meter breite Wandgemälde widmet sich ganz der Mythologie der Meere. Zu sehen ist der Meeresgott Neptun mit seiner Frau Amphitrite , die in einem Streitwagen gezogen von vier Pferden über die Wellen reiten. Mehrere Wassernymphen folgen dem Viergespann im Hintergrung. Auch zu sehen sind die vier Winde, denen Neptun der Sage nach drohte, nachdem sie im Namen seiner Schwester Juno die Flotte des Äneas in Seenot brachten und somit seine Macht in Frage stellten.
Die Szenerie ist überwiegend in Rot und Silber gehalten und spiegelt so die Farbgebung des Ballsaales wieder.

Verbleib: Dieses Wandgemälde wurde im Zuge der USS West Point Umbauarbeiten 1941 unachtsam gelagert und war nach dem Krieg in einem nicht mehr zu rettenden Zustand. Es wurde 1946 durch das Wandgemälde "The Circus" von Charles Baskerville ersetzt.
"Abiquiu"- Wandgemälde der 3. Klasse Lounge von Fremont F. Ellis.
Der aus dem Bundesstaat New Mexico kommende Fremont F. Ellis beschäftigt sich auf seinem Gemälde in der 3. Klasse Lounge mit einer typischen spanisch geprägten Siedlung seiner Heimat im südwesten der USA. Zu sehen ist das Dorf Abiquiu. Es wurde ursprünglich von spanischen Kolonialisten gegründet, später von Indianern des Ute Stammes eingenommen und 1754 von Siedlern wieder aufgebaut.

Verbleib: Vermutlich 1961 während des Umbaus der America zum 2 Klassenschiff entfernt, da die Lounge in ein Kino umfunktioniert wurde.
New York Syline von Pierre Bourdelle.
Ein Gemälde der New Yorker Skyline von Pierre Bourdelle befand sich im Foyer des erste Klasse Speisesaals auf dem A-Deck.
Von diesem Wandrelief im selben Stil der Wandarbeiten des erste Klasse Speisesaals ist leider keine Fotografie auffindbar. Das Bild auf der linken Seite ist ein stark vergrößerter Ausschnitt eines Bildes des erste Klasse Speisesaals auf dem Teile des Wandreliefs durch die Glasfenster der Eingangstüren erkennbar sind. Auf der rechten Seite scheint sich das stilisierte Empire State Building zu befinden und durch das linke Fenster sind weitere Wolkenkratzer und möglicherweise sie Spannseile einer Brücke zu erkennen.

Verbleib unklar.
Ölgemälde der spanischen Kolonialsiedlung Abiquiu an Bord der America.
André Durenceau arbeitet am Neptun- Gemälde.
über den Küstler: Als André Maurice Durenceau (1904- 1985) sein Wandgemälde "Neptun" für den Ballsaal der America Ende 1939 erschuf, war er 34 Jahre Alt und schon auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Im selben Jahr hatte er bereits Auftragsarbeiten für die Weltausstellung in New York ausgeführt.
Der in Auray (Frankreich) geborene Durenceau emmigrierte als 24 Jähriger in die USA. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Farbenberater für das damals neue Technicolor Farbfilmverfahren in Hollywood. Dort erhielt er auch seine ersten größeren Auftragsarbeiten. Schon bald wurde er in informierten Kunstkreisen als der "beste zeitgenössische Wandmaler des Jahrhunderts" gefeiert. Sein Umgang mit Farbe und Formen war sehr beherzt und offen. Er selber sah sein Talent aber nicht als Wunder, sondern als das Produkt harter Arbeit an. Durenceau in einem Zeitungsartikel: "You must work. You cannot be an artist in five years. A lifetime is better. You must know the fundamentals. That is the trouble with so many modern artists- they start crazy. You must start traditional- and then branch off. [...] Modern art is all a mess. But it is a good mess. You know what I mean?"
Wandgemälde des 2. Klasse Rauchsalons von Glenn Moore Shaw.
Glenn Moore Shaw ist mit seinen beiden Gemälden im zweite Klasse Rauchsalon der Entdeckung Amerikas durch die Europäer auf der Spur. Auf der einen Seite des Raumes die über Jahrhunderte gültige Entdeckungsgeschichte durch Columbus. Zu sehen ist der Seefahrer mit spanischer Flagge und symbolisch in den Boden gerammtem Schwert. Ihm gegenüber Treten die Ureinwohner Amerikas aus dichter tropischer Vegetation hervor. Angedeutet ist auch der Seeweg in die neue Welt mit Atlantik und Landkarte. Auf dem Ozean in Richtung Westen segelnd zu sehen sind drei Schiffe aus Columbus Flotte. Die Niña, die Pinta und die Santa Maria.

Auf der anderen Seite, überhalb des Kamins, ist die durch jüngere Ausgrabungen und ausgewertete Überlieferungen bestätigte frühere Entdeckung Amerikas durch die Wikinger dargestellt. Zu sehen sind zwei norwegische Wikinger, die stolz in Richtung Nordamerika blicken, das sie in ihrem dortigen Siedlungsbereich Vinland (Weinland) nannten. Der Atlantik wird von einem überdimensionalen Wikinger- Langschiff welches von zwei Walen begleitet wird beherrscht.

Verbleib: 1964 im Zuge des Australis-Umbaus entfernt, da die Klassenaufteilung des Schiffes aufgehoben wurde und die Aufenthaltsräume der 2. Klasse zu Kabinen umfunktioniert wurden. Von Griechenland zurück in die USA verschifft und heute im Museum ausgestellt.
Entdeckung durch die Wikinger.
Entdeckung durch Columbus.
"America"- Wandgemälde des 3. Klasse Rauchsalons von Howard B. French.
Howard B. French nahm sich für sein Wandgemälde im 3. Klasse Rauchsalon eine frühere America zum Thema. Zu sehen ist das Paketschiff America im Hafen von Boston am 11 März 1824 nach der Rückkehr von einer 47- tägigen Atlantiküberquerung mit Auslaufhafen Liverpool. Die Ankunft wird von einigen schaulustigen Bürgern Bostons begleitet.

Verbleib: Blieb auch nach dem Australis- Umbau 1964 an Bord und schmückte den nun in die "Dolphin Bar" umbenannten Raum. Im späteren Verlauf der Australis Karriere wurde dieser Raum zum Beat Club umgebaut. Ob das Gemälde bis zur Strandung an Bord verblieb ist unklar.
Das Paketschiff America an Bord der America.
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Oben: komplettes Gemälde. Darunter: Details. Bilder: United States Lines.
Kunst an Bord

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Aluminiumweltkarte an Bord der America.
Skizzen der Aluminiumweltkarte von Austin Purves. Mit freundlicher Genehmigung der Litchfield Historical Society:
http://litchfieldhistoricalsociety.org/museum/