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Kunst an Bord- Seite 1

Die America war der erste amerikansche Liner, auf dem zeitgenössische Kunst eine tragende Rolle spielte. Die unterschiedlichsten Künstler wurden engagiert, um ihrer Kreativität mit kräfigen Farben, ungewöhnlichen Materialkombinationen und viel Hingabe Ausdruck zu verleihen. So wurde die America zu einem individuellen Gesamtkunstwerk, das trotz der tragischen Strandung 1994 auch heute noch nicht vollständig verloren ist.

Im Folgenden ein Überblick über die Künstler, ihre Kunstwerke und den heutigen Verbleib, soweit bekannt.
"White Ibises in the Everglades" von Charles Baskerville.
Über den Künstler: Charles Baskerville (1896- 1994) war ein angesehener Portraitzeichner und Wandmaler.
Während des zweiten Weltkriegs war er offizieller Portraitmaler der US- Airforce. Einige seiner Portraits sind im Pentagon ausgestellt.
Weitere Kunstwerke von ihm sind auch im Museum of Modern Art in New York zu bestaunen, ebenso werden seine Werke in zahlreichen anderen bekannten Museen der USA gezeigt. Erwähnenswert sind außerdem seine Wandgemälde für den Wall Street Club in New York.
Seine abenteuerlichste Arbeit war wohl das Portrait des Königs von Nepal, den er zu Fuß und auf einem Pony reitend über die Sowjetunion und den Himalaja erreichte.

Verbleib des Kunstwerks: Blieb bis 1994 auf dem Schiff erhalten und wurde im Rahmen der Plünderungen entfernt. In 2x2 Meter großen Stücken erhalten.
White Ibises in the Everglades in den frühen 90ern an Bord der Alferdoss
Durch Blitzlicht golden reflektierendes "White Ibises in the Everglades"- Gemälde  in den 50ern an Bord der America.
Ibise und Floridapanther in Nahaufnahme (1992).
Dieses sich über zwei Decks in der großen Lounge erstreckende Gips-Relief ist wohl eines der beeindruckendsten der Wandgemälde der America. Es zeigt stilisiert die für die Everglades besondere Fauna und Flora. Unten links auf dem Wandgemälde zu sehen ist ein Florida-Panther, deren Population heute nahezu ausgestorben ist. Bei den Vögeln handelt es sich um für Florida typische Ibise. Außerdem abgebildet sind kulturelle Symbole der indianischen Ureinwohner Floridas.
Die modellierten Gipsplatten wurden mit einer Metallfolie überzogen und dann mit Ölfarben bemalt. Anschließend wurde das Gemälde lackiert und abschließend matt poliert. Durch die Metallfolie und den Schichtaufbau waren die auf dem Gemälde wahrgenommenen Farbtöne je nach Licht und Perspektive teils sehr unterschiedlich.

"White Ibises in the Everglades"- Gemälde 1940 an Bord der America.
Detailaufnahme des oberen rechten Bereichs des Gemäldes.
Baskerville beim gestalten letzter Details des Gemäldes 1940.
Kunst an Bord

Frontalaufnahme des Gemäldes. Je nach Perspektive und Lichteinfall ändern sich die wahrgenommenen Farben. So ist der Himmel in anderen Aufnahmen im oberen Bildbereich nicht golden sondern eher bläulich.
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